Studentische Arbeiten
Es werden folgende studentische Arbeiten betreut:
- Fachwissenschaftliche Projektarbeit
- Bachelorarbeit
- Masterarbeit
Typ: Fachwissenschaftliche Projektarbeit oder Bachelorarbeit
Gruppe: Leichtbaustrukturen
Experimentelle Charakterisierung des Ermüdungsverhaltens von Klebverbindungen in Bambusfaserlaminaten
Nachhaltige Faserverbundwerkstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe gewinnen im Leichtbau zunehmend an Bedeutung. Bambuslaminate stellen aufgrund ihrer hohen spezifischen Festigkeit eine vielversprechende Alternative zu konventionellen (Bau-)Werkstoffen dar. Für strukturelle Anwendungen ist jedoch ein grundlegendes Verständnis des mechanischen Verhaltens von Verbindungselementen erforderlich, insbesondere unter zyklischer Beanspruchung.
Im Rahmen dieser Arbeit soll das Ermüdungsverhalten von in Bambuslaminat eingeklebten Gewindestangen experimentell untersucht werden. Die Prüfkörper werden vorgefertigt bereitgestellt, sodass der Schwerpunkt der Arbeit auf der experimentellen Durchführung der Ermüdungsversuche sowie der Charakterisierung der Schädigung liegt.
Zur Untersuchung des Einflusses des Klebstoffsystems werden zwei unterschiedliche Klebstoffe betrachtet: ein Epoxidharzsystem (EP) sowie ein Klebstoff auf Polyurethanbasis (PUR). Während der Versuche wird die Verschiebung mittels induktiver Wegaufnehmer erfasst.
Ein zentrales Element der Arbeit ist die Anwendung einer intermittierenden Prüfstrategie mittels Computertomographie (CT).
Die Arbeit umfasst insbesondere:
- Durchführung von Laststeigerungsversuchen und Einstufenversuchen zur Charakterisierung des Ermüdungsverhaltens
- Intermittierende CT-Untersuchungen zur Identifikation und Analyse von Schädigungsmechanismen
- Mikrostrukturelle Analyse der Proben mittels Lichtmikroskopie und Rasterelektronenmikroskopie (REM)
- Auswertung und Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich der Schädigungsevolution und des Einflusses des Klebstoffsystems
Kontaktperson: M.Sc. Alexander Delp
Typ: Fachwissenschaftliche Projektarbeit
Gruppe: Biomaterialien
Magnesium und dessen Legierungen erlangen im Leichtbau eine stetig wachsende Relevanz, vornehmlich im Automobil- sowie im Luftfahrtsektor. Aufgrund ihrer niedrigen Dichte und der vorteilhaften spezifischen Festigkeit stellen sie eine ansprechende Alternative zu herkömmlichen Werkstoffen dar. Magnesiumwerkstoffe weisen allerdings ein deutliches sprödes Bruchverhalten auf, was ihre Verwendung begrenzt und eine genaue Werkstoffcharakterisierung notwendig macht.
In der mechanischen Werkstoffprüfung, vornehmlich bei Zugversuchen, stellt die präzise Einbringung definierter Kerben in Probenkörpern eine bedeutende Methode dar, um den Einfluss von Spannungskonzentrationen auf das Versagensverhalten zu analysieren. Eine reproduzierbare und standardisierte Kerbgeometrie ist dabei entscheidend für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse.
Die vorliegende Projektarbeit verfolgt das Ziel, eine Apparatur zu konzipieren, welche es ermöglicht, unter kontrollierter Krafteinwirkung eine definierte Kerbe mittels einer Rasierklinge in eine Flachzugprobe aus Magnesium einzubringen. Dabei stehen Präzision, Reproduzierbarkeit und einfache Handhabung im Vordergrund.
Die Vorrichtung soll:
eine definierte und einstellbare Kraft aufbringen können
eine präzise Positionierung der Rasierklinge ermöglichen
eine reproduzierbare Kerbgeometrie sicherstellen
einfach und sicher zu bedienen sein
Bewertung der Funktionsfähigkeit und Grenzen der Vorrichtung
Kontaktperson: Steffen Sowka
Typ: Masterarbeit
Gruppe: Leichtbaustrukturen
Diese Abschlussarbeit wird ausschließlich in englischer Sprache betreut.
Aluminum–silicon cast alloys are widely used in lightweight structures for automotive and aerospace applications due to their high strength-to-weight ratio and castability. However, their long-term performance is strongly influenced by casting defects (such as pores and oxides), microstructural heterogeneities, and environmental conditions (humidity, temperature). To ensure reliable service life prediction, these factors must be systematically investigated under realistic loading scenarios.
This thesis project focuses on the experimental investigation of fatigue damage mechanisms in cast Al-Si alloys under high-cycle (HCF) and very-high-cycle (VHCF) fatigue loading. The work will include:
- Preparation and testing of alloy specimens under defined environmental and loading conditions.
- Use of in-situ monitoring techniques (hysteresis analysis, thermography, potential drop methods).
- Computed tomography (CT) for 3D defect and crack characterization.
- Correlation of experimental results with microstructural features and defect populations.
The results will provide valuable input for mechanism-based life prediction models and contribute to the development of more reliable lightweight structures.
Kontaktperson: Dr. Sudip Kundu, PhD
Typ: Initiativbewerbungen für Projekt‐/Bachelor‐/Masterarbeiten
Gruppe: Prozesskontrolle
Zur Herstellung von Stahlkomponenten für die Automobil‐, Luftfahrt‐, Energie‐ und Offshore‐Industrie werden zahlreiche trennende, umformende und fügende Fertigungsverfahren eingesetzt, die die Lebensdauer der Komponenten unter Betriebsbeanspruchungen signifikant beeinflussen. In den studentischen Arbeiten der Gruppe Stähle werden der Einfluss der Fertigungsverfahren unter Einsatz kombinierter In‐Prozess‐Messtechnik untersucht, die zugrundeliegenden mikrostrukturellen Eigenschaften charakterisiert und mit dem mechanismenbasierten Ermüdungsverhalten unter realitätsnahen Beanspruchungen korreliert.
Die Arbeiten umfassen grundsätzlich die Durchführung experimenteller Untersuchungen an elektromechanischen, servohydraulischen und elektromagnetischen Prüfmaschinen und die Anwendung mechanischer, thermometrischer, elektrischer, magnetischer, optischer und elektrochemischer Messsysteme. Für die mikrostrukturellen und analytischen Untersuchungen werden Licht‐ und Elektronenmikroskopie sowie Röntgendiffraktometrie eingesetzt.
Kontaktperson: M.Sc. Lars Andree Lingnau
Industrie
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